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UmWelt-Café

Arbeitsgruppe "UmWelt-Café"

Vorstellung

Das "UmWelt-Café" ist eine von Versmolder Frauen ins Leben gerufene offene Gruppe, die sich für eine lebenswerte Umwelt in Versmold und seinen Ortsteilen einsetzt. Unser Ziel ist es, möglichst vielen Versmoldern nachhaltige, umweltfreundliche Lebensformen in allen Bereichen des Alltags (Wasser, Putzmittel, Elektrizität; Putzen, Kochen, Kosmetik, Mobilität, ...) nahezubringen, und zwar durch ein möglichst niedrigschwelliges Informationsangebot.

Aktionen

Unsere Ziele versuchen wir zur Zeit auf verschiedene Arten zu erreichen:

  1. kleine Ausstellungen in wechselnden Schaufenstern, so z.B. im Dezember 2019 in der Kornblume zum Thema "Geschenke verpacken" und im Januar 2020 in der Buchhandlung Krüger zum Thema "Hausputz"
  2. regelmäßige monatliche Treffen mit Café-Charakter, die dem Erfahrungsaustausch dienen; dazu stellt uns die Stadt, mit deren Klimaschutz-Team wir im Kontakt stehen, Räume in Haus Kavenstroth zur Verfügung. Nach Möglichkeit laden wir zu diesen Treffen fachkundige Referenten ein, die zu jeweils einem Thema Fakten vermitteln und Anregungen geben können. So berichtete im Januar die Biologin und Heilpraktikerin Cora Brandt; im Februar war der Stadtkämmerer Andreas Pöhler zu Gast, um zum Thema „Wasser“ (Qualität, energetische Aspekte, Grundwasser- und Umweltfragen, Klärfragen) zu referieren.
  3. Präsenz beim Mobilitätstag der Stadtwerke, dem Regionalmarkt der Stadt Versmold, gelegentlich auch auf dem Wochenmarkt in Versmold

Eine Übersicht der geplanten Veranstaltungen finden Sie in unserem Terminkalender.

Kontakt

Sie möchten aktiv mitgestalten, haben Themenvorschläge oder Fragen? Dann freuen wir uns auf Ihre E-Mail an umwelt-cafe@bockhorst-versmold.de oder über einen Anruf bei unserer Ansprechpartnerin Monika Hollmann (05423 42254). Gerne können Sie auch unser Kontaktformular nutzen.

Tipp des Monats: Licht - und seine Schattenseiten

Ohne natürliches Licht kein Leben:

  • Pflanzen brauchen es für die Photosynthese.
  • Tiere haben einen ausgeprägten Lichtsinn zur Orientierung, zum Erkennen von Gefahren und zur Kommunikation entwickelt.
  • Für den Menschen hat Licht außerdem kulturelle Bedeutung. Stichworte: das ewige Licht, die Erleuchtung, das Licht der Aufklärung.

 

Künstliche Beleuchtung verändert die Lebensbedingungen:

  • Wenn künstliche Lichtquellen den Nachthimmel aufhellen, entsteht Lichtverschmutzung, die die natürliche Dunkelheit überlagert.
  • Über Städten mit zahlreichern künstlichen Lichtquellen entstehen so Lichtglocken bzw. Lichtkuppeln.
  • Die Lichtverschmutzung in Deutschland nimmt jährlich um etwa 6% zu.

 

Lichtverschmutzung hat Folgen für:

  • Insekten:
    • Lampen locken Insekten aus ihren natürlichen Lebensräumen zu den künstlichen Lichtquellen.
    • An Lampen können Insekten sich aber weder ernähren noch fortpflanzen noch Eier ablegen. Sie sterben aus Erschöpfung oder in heißen Lampen.
  • Vögel:
    • Künstliches Licht stört die Orientierung nachtaktiver Vögel.
    • Es lenkt Zugvögel von ihren gewohnten Routen ab; das führt oft zu weiten, kräftezehrenden Umwegen.
    • Es verändert das Sing- und Fortpflanzungsverhaltens von Singvögeln: Wenn die Vögel wegen des künstlichen Lichts früher brüten, bietet die Natur oft noch nicht genügend Nahrung für die Küken.
  • Fische:
    • Künstlich beleuchtete Brücken können sie daran hindern, ihre Laichgebiete aufzusuchen.
  • Menschen:
    • gesundheitlich: Künstliches Licht führt zu vermehrten Schlafstörungen, weil es die Produktion des „Schlafhormons“ Melatonin hindert.
    • ästhetisch und wissenschaftlich: Die Beobachtung und Erforschung des Nachthimmels sind kaum mehr möglich.

Auf diesen Zeichnungen wird deutlich, wie Licht wirken kann:

Zeichnung: Junia Keppler nach blogs.nabu.de

Diese Straßenlaterne streut das Licht in alle Richtungen und stört so Menschen und Tiere.
Den Nachthimmel kann man nicht erkennen.

 

Zeichnung: Junia Keppler nach blogs.nabu.de

Diese Straßenlaterne gibt ihr Licht nur nach unten ab, also dahin, wo man es braucht.
Der Nachthimmel ist gut zu erkennen.

 

So können wir Lichtverschmutzung verringern:

  • Allgemeine Fakten:
    • Beleuchtung soll bedarfsgerecht sein, also nur an den Orten und zu den Zeiten, wo sie wirklich benötigt wird.
    • Lampen sollen so ausgerichtet sein, dass sie nur das Notwendige beleuchten. Kugelleuchten, die in alle Richtungen strahlen, sind für die meisten Zwecke ungeeignet.
    • Um die Insekten zu schonen, soll die Lichtfarbe einen möglichst geringen Ultraviolett- und Blauanteil haben, also eher gelb sein.
    • Starkes Licht wirft auch starken Schatten. Eine gleichmäßige, möglichst schwache Beleuchtung verhindert abrupte Hell-Dunkel-Übergänge und sorgt dafür, dass man sich überall sicher fühlt.
  • Das bedeutet konkret:
    • Energieeffiziente, sparsam eingesetzte Straßenbeleuchtung – das setzt Versmold bereits um.
    • Beleuchtung von markanten Gebäuden wie der Petri-Kirche so ausrichten, dass möglichst keine Strahlung in den Nachthimmel abgegeben wird. Die Beleuchtung auf die Zeiten beschränken, wo sie wirklich von vielen Menschen beachtet wird.
    • Beleuchtung zu Werbezwecken (Schaufenster, Leuchtwerbung) auf die Zeiten beschränken, wo sie wirklich von vielen Menschen beachtet wird.
    • Die Beleuchtung am eigenen Haus mit möglichst wenigen, möglichst schwachen Lampen gestalten, die nur dann leuchten, wenn sie tatsächlich gebraucht werden.
    • Die Weihnachtsbeleuchtung nur dann anstellen, wenn sie auch wahrgenommen wird.
  • Das haben wir Menschen davon:
    • Geringere Beleuchtung schont den Geldbeutel.
    • Bei weniger Licht schlafen wir besser.
    • Wir können den Sternenhimmel viel besser bewundern bzw. erforschen. Ein Beispiel verdeutlicht den Effekt:

Weltkarte der Lichtverschmutzung:

https://www.weltderphysik.de/gebiet/erde/news/2016/weltatlas-der-lichtverschmutzung/

 

Zum Weiterlesen:

https://www.bund-sh.de/stadtnatur/lichtverschmutzung/

https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/lichtverschmutzung/

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/energie/energieeffizienz-und-gebaeudesanierung/artenschutz/28415.html

https://blogs.nabu.de/mir-ist-ein-licht-aufgegangen/

http://www.lichtverschmutzung.de/

Tipp des Monats September: Wasser sauber halten

Ergebnisprotokoll

der Informationsveranstaltung am Klärwerk

mit Albert Buller, Abwassermeister

Dienstag, den 31.08.2021 von 17:00 bis 18:10 Uhr

Protokoll: Monika Hollmann

 

Kanalsystem in Versmold

    • 150 km Kanäle in zwei Systemen: Schmutz- und Trennsystem
    • 70 km Druckleitungen

Klärstufen

    • Vorpumpwerk:
      • Alles Wasser, also Brauch- und Regenwasser, kommt hier an.
      • In einem Regenwasserüberlaufbecken von 500 m3 wird bei Regen überfließendes Wasser aufgefangen. Bei Starkregen ist dieses Becken in wenigen Minuten voll und läuft über. Es entwässert in die angrenzenden Gräben und Bäche. In der Regel ist dieses überlaufende Mischwasser bei solchen Wetterlagen so stark mit Regenwasser verdünnt, dass es keine Umweltschäden verursachen kann.
      • Bei trockenem Wetter kommen etwa 300 m3 Brauchwasser pro Stunde im Klärwerk an. Die Menge variiert aber nach Wochentagen, je nachdem, wieviel Wasser in der Industrie anfällt.
    • Stufenrechen:
      • Über einen Pumpensumpf gelangt das schmutzige Wasser in die physikalische Reinigung. Hier werden über einen Rechen grobe Bestandteile aus dem Wasser gesiebt.
      • Alle Partikel, die größer als 3 mm sind, werden hier ausgefiltert.
      • Gefunden werden hier
        • Hygieneartikel wie Feuchttücher, feuchtes Toilettenpapier, Kondome, Windeln, Tampons, Binden
        • Öl- und Fettklumpen
        • tote Tiere, besonders Ratten
        • Diese Dinge verstopfen die Pumpen und erfordern einen hohen Reinigungs- und Wartungsaufwand.
      • Sandfangbecken:
        • Etwa 2 m3 Sand werden pro Jahr ausgefiltert und dem Straßenbau zugeführt.
        • Der Sand schädigt die Pumpen, die deshalb regelmäßig gewartet werden müssen.
      • Flotationsvorklärung:
        • Öle und Fette werden abgesondert.
        • Leichte Fette schwimmen auf der Oberfläche, schwere setzen sich auf dem Grund ab.
        • Sie werden in die beiden Faultürme gepumpt. Dort stabilisiert sich der Schlamm und gärt aus.
      • Zwei druckbelüftete Belebungsbecken:
        • Eine bestimmte Bakterienmischung dient der biologischen Reinigung.
        • Es wird sehr feinporiger Sauerstoff zugefügt.
        • Beispiele für die Reinigung: Der Ammoniumgehalt von etwa 600-700 mg pro Liter wird auf 0,5 mg/Liter reduziert. Nitrat wird auf den Nullkomma-Bereich reduziert.


      • Nachklärbecken:
        • Der belebte Schlamm setzt sich ab.
        • Es wird nur klares Wasser der Natur zugeführt.
      • Schlammbereich:
        • Zwei Faultürme von je 1200 m3 Volumen, ein Gasbehälter von 2000 m3 Volumen
        • In den Faultürmen wird der Klärschlamm stabilisiert, d.h. die organischen Verbindungen im Klärschlamm werden abgebaut.
        • Dabei entsteht ein Klärgas, das zur Stromgewinnung genutzt wird.
        • Dieser Strom geht in den Eigenverbrauch der Kläranlage.
        • Der Schlamm wird in einer Zentrifuge entwässert.
        • Er wird in der Landwirtschaft verwendet oder zur Verbrennung freigegeben.
        • Der Schlamm wird dazu genau beprobt, damit er in seiner Zusammensetzung auf die passenden Äcker ausgebracht wird.

Kontrollen

    • Sonden messen die Konzentration von Phosphat, Ammonium, Nitrat und Sauerstoff, den pH-Wert und die Leitfähigkeit des Wassers.
    • Durch die Messung der Leitfähigkeit des Wassers kann festgestellt werden, ob das Wasser frei von Chemikalien und Giften ist.
    • Bei einer übermäßigen Verunreinigung können Kanalabschnitte beprobt werden, um den Verursacher herauszufinden. Das muss zeitnah passieren und ist sehr aufwändig.
    • Die Fleischindustrie reinigt ihre Abwässer in eigenen Anlagen gut vor.

Probleme:

    • Es finden sich unnötig viele grobe Bestandteile im Abwasser.
    • Mikroplastik kann nicht ausgefiltert werden.
    • Für das Ausfiltern z.B. von Medikamentenrückständen und Mikroplastik wird eine vierte Reinigungsstufe benötigt. Die Umsetzung ist aber schwierig. Denn:
      • Sie ist sehr kostenintensiv.
      • Es wird weiteres Personal benötigt, aber es gibt leider Nachwuchsprobleme.

Was wir als Wasserverbraucher tun müssen:

    • Hygieneartikel aller Art, also Feuchttücher, Kondome, Windeln, Tampons, Binden u.ä. nicht in der Toilette, sondern im Müll entsorgen.
    • Medikamentenreste zur Apotheke zurückbringen oder über den Hausmüll entsorgen.
    • Fettige Töpfe und Pfannen erst gründlich mit Papier auswischen und dann spülen.
    • Größere Reste von Öl, Fett und fettigen Saucen in ein altes Marmeladenglas füllen, zuschrauben und im Restmüll entsorgen.
    • Nur vollständig biologisch abbaubare Reinigungsmittel verwenden.
    • Putzwasser in die Toilette kippen. Nicht in den Regenwassergully schütten, weil es sonst ungeklärt in Bäche und Flüsse gelangt.
    • Das Auto nur in der Waschanlage waschen, wo es Ölabscheider gibt.
    • Mikroplastik vermeiden:
      • Kleidung, Putzlappen und Schwämme aus natürlichen Materialien verwenden, um den Abrieb von Mikroplastikfasern zu vermeiden.
      • Kosmetika ohne Nanopartikel verwenden.

Arbeitsplatz Klärwerk

    • Herr Buller gab den Anwesenden einen Einblick in einen spannenden Berufszweig. Denn die Arbeit als Abwassermeister ist
      • interessant
      • abwechslungsreich
      • absolut krisensicher
      • fundamental systemrelevant sowohl für die städtische Infrastruktur als auch für den Umweltschutz.

Tipp des Monats August: Gemüsebrühe selbst herstellen

Jetzt ist Erntezeit!

Es gibt verschiedene Methoden, Gemüse haltbar zu machen. Man kann es einfrieren, einkochen oder fermentieren (z.B. Sauerkraut). Wurzelgemüse kann man in einer Kiste mit Sand monatelang haltbar machen. Vorteil: Man kann heimisches Gemüse verwenden, wenn es gerade erntereif ist und braucht auch später nicht auf Gemüse zurückgreifen, welches vorher viele Kilometer transportiert wurde. Das Einfrieren ist sicher eine vitaminschonende Variante, verbraucht aber viel Energie.

Eine gute Methode, vor allen Dingen auch für Wurzelgemüse, ist in den Sommermonaten die Trocknung. Hier muss im Prinzip überhaupt keine künstliche Energie zugeführt werden. Sonne und Wind besorgen alles kostenfrei.

Hier nun ein Rezept für selbstgemachte Gemüsebrühe:

Grundrezept:

  • 1 kg Möhren
  • 1 kg Porree
  • 1 Knolle Sellerie
  • 1-2 Bund Petersilie
  • Liebstöckel (Maggikraut)
  • 15 % Salz, in diesem Fall 450 g
  • Wer möchte und hat, kann auch Pastinaken, Topinambur, Petersilienwurzeln hinzufügen.

Das Mischungsverhältnis kann je nach Geschmack variiert werden.

Zubereitung:

Gemüse putzen, reiben oder mit dem Zerkleinerer hacken. Salz hinzufügen, gut durchmischen. Danach kann man sie auf mehreren Backblechen oder Tabletts ausbreiten und antrocknen lassen, oder bei 50 Grad circa eine Stunde im Backofen antrocknen lassen. Danach kann man die Gemüsebrühe schon in Schraubgläser abfüllen und lagern. Man kann aber auch den Trocknungsprozess (am besten an der frischen Luft) so lange fortsetzen, bis die Gemüseschnitzel ganz durchgetrocknet sind. Danach mit dem Pürierstab zu einem feinen Pulver zerkleinern. Vorteil: Beim Kochen löst sich diese fast vollständig im Wasser auf und man hat eine klare Gemüsebrühe. Außerdem schrumpft die Masse auf ein Minimum und man kommt mit einem größeren Schraubglas aus.

Man kann für die ganze Aktion natürlich auch einen Dörrapparat benutzen.

1.

 

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4.

(alle Fotos: privat)

Idee des Monats Juli

[Foto: Carlsen]

[Foto: Oetinger]

[Foto: HABA]

[Foto: Coppenrath]

Idee des Monats Juni: Weniger Plastik im Bad

Oft ist das Badezimmer ein Raum, indem sich erstaunlich viele Wegwerfprodukte und Produkte und Verpackungen aus Kunststoff ansammeln. An ihre Verwendung haben wir uns meistens so gewöhnt, dass wir die Problematik gar nicht wahrnehmen. Aber es gibt durchaus Alternativen. So können wir nach und nach immer dann, wenn wir Produkte aufgebraucht haben, beim nächsten Einkauf überlegen, ob wir eine sinnvollere Möglichkeit ausprobieren möchten.

Hier ist eine Auflistung von Produkten, die ohne Plastik und Plastikverpackung auskommen.

Zähne putzen
  • Zahnbürsten gibt es aus Holz und aus Bambus.
  • Zahnseide
    • aus nachwachsenden Rohstoffen, im Glasröhrchen oder Pappspender
    • Nähgarn aus Baumwolle oder Zwirn
    • bei größeren Zahnlücken: Zahnstocher aus Holz
  • Zahnputzmittel
    • Zahncreme selbst herstellen
    • Zahnputztabletten in Papiertütchen oder Gläschen mit Metalldeckel bzw. zum Nachfüllen in Unverpackt-Läden
Bürsten für Haare, Nägel, Klo
  • Bürsten aus Holz und Naturhaar bzw. pflanzlichen Naturfasern (wir Versmolder haben den Vorteil, sie sogar aus lokaler Herstellung bekommen zu können)
Hände und Haare waschen
  • Flüssigseife selbst herstellen
  • feste Seife und plastikfreie Seifenschale (Keramik, Luffa, Holz, Edelstahl …)
  • Shampooseife oder festes Shampoo - zur Aufbewahrung und zum Trocknen eignen sich z.B. Seifensäckchen zum Aufhängen
Deo

Spray ersetzen durch

  • Deocremes
  • feste Deos
Rasieren
  • Rasierpinsel und Rasierseife
  • Rasierhobel ohne Plastikgriff und hochwertige, langlebige Klingen
Wegwerfartikel durch wiederverwendbare Produkte ersetzen:
  • Abschminken
    • waschbare Baumwollpads, auch selbst genäht
    • Reinigungsseifen statt Lotion
    • Nagellack mit Stoffresten statt Baumwoll-Pads entfernen
  • Ohren säubern
    • Ohrstics aus Papier oder Bambus + Baumwolle
    • den Zipfel eines Waschlappens oder kleinen Baumwolltuchs (z.B. zerschnittenes T-Shirt) verwenden
  • Menstruationshygiene
    • Mehrwegbinden und Slipeinlagen aus Stoff
    • Naturschwämme
    • waschbare Tampons
    • Menstruationstasse
  • Toilettenpapier
    • auf Verpackung in Papier achten
    • Po-Dusche verwenden (in Kombination mit Waschlappen zum Abtrocknen kann das Papier auch komplett eingespart werden)
    • Bidet nutzen
  • Müllbeutel vermeiden
    • Tüten verwenden, die man sowieso hat und nicht vermeiden konnte, z.B. von Reis, Müsli, Chips, vom Bäcker, ...
    • den Badmülleimer mit Zeitungspapier auslegen
Mikroplastik vermeiden

Viele Produkte, die wir im Bad benutzen, enthalten leider immer noch Mikroplastik. Es gibt aber Apps für das Smartphone, mit deren Hilfe man das herausfinden kann.

Apps zum Entdecken von Mikroplastik:

https://codecheck-app.com/de

https://www.beatthemicrobead.org/

Zum Weiterlesen:

Idee des Monats: Wasserversorgung im Garten

 

Auch hierzulande wird das Thema Wasser immer dringlicher: Nach mehreren sehr trockenen Sommern stellt sich die Frage, was man im heimischen Garten tun kann, damit auch bei Trockenheit möglichst viel wächst und gedeiht.

Grundsätzlich kann man an zwei Stellen ansetzen: bei der Anlage des Gartens samt Auswahl der Pflanzen und beim Umgang mit Wasser.

Anlage des Gartens
  • grundsätzlich gilt: bei der Auswahl der Pflanzen den Standort berücksichtigen
  • den Boden vor Austrocknung und Erosion schützen:
    • den Schattenwurf von Bäumen, Sträuchern oder auch Farnen für empfindliche Pflanzen und Keimlinge ausnutzen
    • Hecken aus Bäumen, Sträuchern und Stauden an der windzugewandten Seite anlegen
  • Böden entsiegeln:
    • Steine und Zement meiden: sie speichern die Hitze
    • Wasser kann versickern und das Grundwasser erneuern
    • besserer Hochwasserschutz
    • Entstehen von Verdunstungskühle
  • Hügel und Gräben anlegen:
    • Hügel halten Wind ab und fangen Sonnenlicht ein
    • in den Senken sammelt sich Wasser
    • ermöglicht den Anbau von Trockenheit und Feuchtigkeit liebenden Pflanzen auf kleinen Raum
    • Tipp: Kraterbeet mit verschiedenen Zonen für unterschiedliche Gemüsearten
  • den Boden bedeckt halten:
    • Einsaat von Gründünger
    • Mulchen mit Rasenschnitt, Ernteresten
    • nicht tief umgraben, sondern nur oberflächlich lockern
  • Trick zum Anpflanzen, der Wasser spart:
    • nasse Pappstücke rund um die gewässerte Pflanzenbasis legen
    • mit organischem Mulch bedecken, ab und zu gießen.
  • den Boden verbessern:
    • Organisches Material, das eingearbeitet wird, hilft dem Boden, Wasser besser zu speichern.
Wasser auffangen, um es zur Gartenbewässerung zu nutzen:
  • draußen
    • Zisterne oder Regenwassertonne zum Auffangen des Regenwassers, das vom Dach abfließt. Die Fallrohre der Regenrinne lassen sich anzapfen, indem man ein Stück des Fallrohrs durch einen geeigneten Regensammler ersetzt. Es gibt Tonnen aus unterschiedlichen Materialien. Im Sinne der Nachhaltigkeit empfehlen sich Tonnen aus
      • Holz, z.B. Nutzung ehemaliger Weinfässer
      • Terracotta
    • Förderung durch die Stadtwerke Versmold: Zur Zeit fördern die Stadtwerke die Anschaffung einer Regenwassertonne mit 50 €, siehe https://www.stadtwerke-versmold.de/initiativen-foerderung/trinkwasser/
    • bei Regen Eimer oder offene Wannen aufstellen und Wasser auffangen, besonders auf Pflaster oder Holzdecks, da das Wasser sonst verloren gehen würde (Vorsicht mit Kleinkindern und Haustieren!)
  • drinnen
    • Bad: einen Eimer in die Dusche stellen, um das erste kalte Wasser aufzufangen, das man zum Duschen noch nicht nutzen möchte; wer biologisch abbaubare Seifen oder Shampoos benutzt, kann auch das übrige Wasser auffangen. Tipp außerdem: Wenn man beim Händewaschen während des Einseifens (das ja coronabedingt 30 Sekunden dauern soll) den Wasserhahn abstellt, spart man viel Wasser, das dringender für die Bewässerung des Gartens gebraucht wird.
    • Küche: eine Schüssel ins Spülbecken stellen, um das Wasser z.B. vom Gemüseputzen aufzufangen
    • Grauwasser nutzen: nicht für Kräuter und Gemüse, aber Bäume und Sträucher vertragen es problemlos
Garten wässern
  • bei Trockenheit „wählerisch“ sein: Nur Pflanzen gießen, die unbedingt Wasser brauchen (also den Rasen nicht unbedingt…)
  • am Abend gießen, da das Wasser weniger verdunstet und länger für die Pflanzen verfügbar bleibt
  • das Wasser nicht auf die Blätter gießen, sondern rund um die Pflanzenbasis, damit möglichst viel direkt an die Wurzeln gelangt
Wasser versickern
  • Versiegelung vermeiden; wo Wege und Plätze befestigt werden müssen, können z.B. Gittersteine oder andere wasserdurchlässige Bodenbeläge gewählt werden;
  • Humus speichert Wasser, daher für gute Humusbildung sorgen
  • Verregnung: möglichst Regenwasser bodennah verrieseln
Zum Weiterlesen:

Idee des Monats

April 2021: Sauerteigbrot selbst backen

Was ist Sauerteig?

Durch die Milchsäurebakterien, die im Mehl und im Wasser vorhanden sind, kann durch Spontangärung (Fermentation) ein Anstellgut erzeugt werden.

Riecht der Ansatz eher faulig wie z.B. nach faulen Eiern, dann haben sich die Fäulnisbakterien durchgesetzt und Du musst den Teig entsorgen. Versuch es noch einmal und gib nicht zu schnell auf.

Riecht der Teig angenehm sauer und etwas fruchtig, wie z.B. Essig, dann kannst Du davon ausgehen, dass sich die Milchsäurebakterien durchgesetzt haben.

Die Milchsäurebakterien vermehren sich, der Teig geht auf und es entstehen Vitamine und Aminosäuren. Für den Menschen schwerverdauliche Bestandteile werden bei der Fermentation umgewandelt und macht für uns das Brot viel bekömmlicher.  Die Milchsäurebakterien und das entstandene Kohlenstoffdioxid lockern später das Brot beim Backen und machen es haltbarer.

Sauerteig kann aus verschiedenen Getreidesorten hergestellt werden.

Allerdings wird Roggen durch Sauerteig erst backfähig.

 

Was ist der Vorteil von Sauerteig?

  1. Der Geschmack
  2. Das Brot bleibt länger frisch und Saftig
  3. Längere Haltbarkeit
  4. Bessere Bekömmlichkeit
  5. Viele Nährstoffe wie z.B. Phosphor, Kalium, Calcium, Eisen, Vitamine B und E (bei Vollkorn Roggenmehl)
  6. Ballaststoffe
  7. Kompletter Verzicht auf Zusatzstoffe
  8. Vielseitig anwendbar z.B. in Kuchen, Plätzchen, Pizzateig
Roggensauer Anstellgut für Sauerteige herstellen

Um das Anstellgut anzuzüchten, sind Vollkornmehle besser geeignet, da sie die Randschichten des Korns enthalten. Auf der Schale des Korns leben viele wilde Hefen und Bakterien, die wir uns züchten wollen.

Zutaten

Du benötigst BIO Roggenvollkornmehl und lauwarmes Wasser.

Zubereitung

  1. Schritt Wichtig ist, dass du besonders sauber arbeitest. Am besten alles nochmal mit heißem Wasser abspülen. 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmes Wasser in einem großen Einmachglas kräftig mit ei-nem Löffel vermischen. Deckel des Glases auflegen, wegen Gärprozess nicht fest verschließen! Mischung bei ca. 25-30 Grad rund 24 Stunden reifen lassen.
  2. Schritt Den kompletten Ansatz aus dem 1. Schritt mit noch einmal 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmem Wasser kräftig vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 10-20 Stunden reifen lassen. Wie lange es bei euch dauert, hängt davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geht man zum 3. Schritt über. Du kannst ein Gummiband von außen über Dein Glas rollen; damit kannst Du die Höhe des Ansatzes markieren.
  3. Schritt +
  4. Schritt 50 Gramm des Ansatzes aus dem 2. Schritt mit 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 12 Stunden reifen lassen. Auch hier hängt die genaue Dauer wieder davon ab, wie sich der Ansatz entwickelt: Sobald er sein Volumen verdoppelt hat und schon wieder leicht einfällt, geh zum 4. Schritt über.
  5. Schritt 10 Gramm des Ansatzes aus dem 3. Schritt mit erneut 50 Gramm Mehl und 50 Gramm warmem Wasser vermischen. Deckel auflegen. Zugedeckt bei ca. 25-30 Grad rund 8-12 Stunden reifen lassen. Das Volumen sollte nun noch um etwa die Hälfte zunehmen. Herzlichen Glückwunsch! Du hast Dein eigenes Anstellgut hergestellt und kannst nun Dein erstes Roggen-Sauerteigbrot backen ☺. Danach kann das Glas zugeschraubt werden und in den Kühlschrank. Aus Resten kannst Du z.B. Waffeln, Pizzateig oder Banana Bread backen Spätestens nach 7 Tagen benötigt der Ansatz Nahrung. Du gehst vor wie im Schritt 4 beschrieben, allerdings mit 80 Gramm Mehl und 100 Gramm Wasser!

 

 

Roggenbrot nach dem Rezept der Firma fairment

Dieses ist ein einfaches Rezept für ein saftiges Sauerteigbrot aus Roggenvollkornmehl.

Wichtig ist, dass Dein Anstellgut aktiv ist, das heißt, es muss in den letzten 7 Tagen gefüttert worden sein und anschließend im Kühlschrank gelagert. Wenn dieses nicht geschehen ist, bitte 1-2 mal füttern, um es triebstark zu machen.

Zutaten für den Vorteig: (als Variante kannst Du noch 160 g Kerne hinzufügen)

350 g   Roggenvollkornmehl

385 g   Wasser

80 g     aktiven Sauerteig

7 g       Salz

Am Vorabend alle Zutaten genau abwiegen und in einer großen Schüssel gut vermengen, es darf kein trockenes Mehl mehr vorhanden sein! Den Teig abdecken und über Nacht bei Zimmertemperatur ca. 12 Std ruhen lassen.

Zutaten für den Hauptteig:

1          Vorteig

320 g   Roggenvollkornmehl

210 g   Wasser

7 g       Salz

Den Vorteig mit den restlichen Zutaten mit einem Kochlöffel vermischen. Es sollte ein gleichmäßiger und klebriger Teig entstehen.

Stockgare:

Den Teig in eine gefettete Kastenform füllen, die Oberfläche mit einem feuchten Teigschaber glattstreichen, mit etwas Schrot bedecken und mit einem Tuch oder Bienenwachstüchern abdecken. Dieses verhindert das Antrocknen des Teiges und hilft mir zu erkennen, wann die Stockgare eingetreten ist. Dieses erkennst Du, wenn der Teig aufgegangen ist und die Oberfläche mit Rissen überzogen ist. Dieses dauert ca. 3-5 Stunden bei Raumtemperatur. Diese Zeit kannst Du etwas verkürzen, wenn Du die Kastenform in den Backofen mit angeschaltetem Backofenlicht stellst.

Backen:

Der Backofen muss auf 220 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt werden. Am besten lässt Du auf der untersten Schiene ein Backblech mit heiß werden und auf der mittleren Schiene das Gitter. Stell dir eine große Tasse kaltes Wasser bereit.  Es ist wichtig, dass dann alles schnell geht, um die Temperatur so hoch wie möglich zu behalten!

Bei erreichter Temperatur schiebst Du die Kastenform auf das Gitter, schüttest, um Dampf zu erzeugen, das kalte Wasser auf das Blech und schließt schnell die Backofentür. Nun drehst Du die Temperatur auf 170 Grad herunter und lässt es 1,5 Stunden backen. Wenn Du das Brot aus der Form geholt hast, sollte es sich beim Klopfen auf der Unterseite hohl anhören. Du kannst es gerne nochmal ohne Form für 10 Minuten knusprig werden lassen.

Zum Weiterlesen

Hat dieser kleine Einblick dein Interesse geweckt, dann schau mal hier für mehr Informationen:

https://www.fairment.de/

https://www.smarticular.net

 

Tolle Brotrezepte findest Du z.B. unter:

https://www.ploetzblog.de/

https://www.habe-ich-selbstgemacht.de/brotrezepte-mit-sauerteig/

Regionale Getreidemühle:

https://www.biomuehle-eiling.de/

Corona: Atemschutzmasken selbst nähen

Auch in der Coronakrise geht das Engagement des UmWelt-Cafés Versmold weiter, wenn auch nicht mit Treffen und öffentlichen Veranstaltungen.

Zum drängenden Thema des Mangels an Atemschutzmasken möchten wir auf folgende Aspekte aufmerksam machen:

Es ist sehr erfreulich, wie viele Leute sich an ihre Nähmaschinen setzen und selbst behelfsmäßige Schutzmasken herstellen. Damit diese Masken ihren Zweck aber sinnvoll erfüllen können, ist es wichtig, das Material dafür sorgfältig auszuwählen. Dazu hat uns die Textilexpertin Christina Krößmann-Berg, Leiterin der Nähstube des Unterstützerkreises Asyl, einige Hinweise gegeben:

Zwei Aspekte geben die Kriterien vor:

  • Erstens trägt man die Masken direkt vor den Schleimhäuten von Nase, Mund und Augen;
  • zweitens müssen sie bei 60-90° gewaschen werden.

Das bedeutet, dass der Stoff weder Farbstoffe noch Chemikalien noch Kunstfasern enthalten sollte, denn alle drei Komponenten

  • können die Schleimhäute reizen oder schädigen;
  • belasten sie beim Waschen die Umwelt, weil bei den hohen Temperaturen diese Stoffe ausgewaschen werden und ins Abwasser gelangen.

Aus diesem Grund sind folgende Materialien ungeeignet:

  • bunte Hemdenstoffe,
  • Textilien, die nur bis 40° gewaschen werden dürfen,
  • Fleecestoffe sowie andere plüschartige Gewebe,
  • Pfeifenreiniger zur Stabilisierung der Maske.

Empfehlenswert sind dagegen

  • mehrfach vorgewaschene weiße Bettlaken aus fester Baumwolle oder
  • dünnes Leinen. Das ist kochfest und auf Stufe „Leinen“ (3 Punkte) zu bügeln.
  • Ein einfacher Draht, dessen Enden zu einer kleinen Öse gedreht werden, damit sie nicht den Stoff durchstechen und nach außen treten können, dient als biegsame Einlage. Ihn kann man problemlos überplätten.

Ein weiterer Tipp:

Wenn eine Maske häufig gewaschen werden soll, dann sind Gummibänder nicht ratsam, weil sie bei heißen Temperaturen schnell ausleiern. Das gute, alte Bindeband ist haltbarer.

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