Audioguide Alte Rösterei

Dort, wo heute Neubauten den Ortseingang markieren, erinnert nur noch der Straßenname an das, was hier lange stand.

Die Malzkaffeerösterei, die vorher eine Wurstfabrik war und dann viele Jahrzehnte leer stand, bis auf der Fläche ein Neubaugebiet entwickelt wurde.

Alte Rösterei Ecke "Eschkamp"/"Bockhorst" (Foto: O.Schramme)

Die Geschichte der alten Rösterei

Die Geschichte der alten Rösterei zum nachlesen

Heute erinnert nur noch der Straßenname „Alte Rösterei“ an ein prägendes Kapitel Bockhorster Geschichte. An dieser Stelle befand sich seit 1893 Zeit die Fleischerei der Familie Wilmanns. Das Gebäude wurde stets ausgebaut und man trotzte allen Schwierigkeiten. Im ersten Weltkrieg wurde die Produktion kurzzeitig auf Holzschuhe aus Pappelholz umgestellt bevor 1935 Konkurs angemeldet wurde und das Gebäude an Emil Sickendiek von der unweiten Gaststätte verkauft. Dieser verpachtete es im Laufe der zweiten Weltkrieges an den Münsteraner Kaffeeröster Adolf Groneweg, nachdem seine alte Produktionsstätte in Münster zerstört wurde. Malzkaffee oder MukeFuk, war in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten ein gern genutztes Ersatzprodukt. Auch nach dem Krieg war Bohnenkaffe nur schwierig und für viel Geld zu bekommen. Daher produzierte die Bockhorster Fabrik unter dem Namen VOX und DUX Bohnen und Ersatzkaffee. Nach unzähligen Tonnen geröstetem Malz und Kaffee, liefen 1988 die letzten Bohnen durch den Kessel. Bis 1993 wurden hier noch Verpackungsfolien produziert und seit 2017 wird hier ein neues Dorfquartier mit der Klimaschutzsiedlung auf der gegenüberliegenden Straßenseite entwickelt.

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