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Die Flachssaat ist aufgegangen

Am 27. April sind schon kleine Pflänzchen in unseren Saatreihen zu sehen – Menge und Ablagetiefe des Saatguts waren offenbar richtig eingestellt!

Flachskeimlinge
Flachskeimlinge (Foto: H.Rattenholl)

Ab jetzt heißt es: die Zwischenräume der Reihen frei von Konkurrenzwuchs zu halten. Also in regelmäßigen Abständen kontrollieren, jäten und hacken.

Saatreihe Flachs
Saatreihen mit Flachskeimlingen (Foto: H.Rattenholl)
Mann mit Reihenzieher

Flachseinsaat am 100. Tag

Am 13. April 2019 war es endlich so weit: das Saatbett war gut vorbereitet, die Temperatur des Bodens und der Umgebung vielversprechend für die Einsaat – nun denn, auf zur Tat!

Saatgut wird in Sämaschine eingefüllt

Nach dem Einfüllen des Leinsamens / Flachssamens in die Handsämaschine (genannt „Dippel“) musste zunächst durch „abdrehen“ und wiegen die Menge des Saatguts ermittelt werden, die für die vorgesehene Fläche benötigt wurde. Einige Durchgänge später war die korrekte Einstellung des Dippels gefunden und es konnte mit der eigentlichen Einsaat losgehen.

Detailbild Einhandsähmaschine
Der „Dippel“ (Einhandsähmaschine) wird „abgedreht“ (Foto: H.Rattenholl)
Aussaat mit Handsämaschine ("Dippel")

Die Handsämaschine (der „Dippel“) wird auf der vom Reihenzieher vorgezeichneten Spur geschoben. Die vorher eingestellte Ablegetiefe für das Saatgut von 2 cm wird durch das sog. Walzenrad im Nachlauf problemlos eingehalten. Das Walzenrad sorgt auch dafür, dass die durch den Säschar aufgelockerte und vom Zustreicher angehäufelte Erde wieder angedrückt wird.

Sämaschine im Detail
Detailaufnahme der Sämaschine (Foto: H.Rattenholl)
Saatbettvorbereitung

Vorbereitung für den „100. Tag“

Als Faustregel für die Flachsaussaat gilt, dass die „Leinsaat“ (also das Saatgut, aus dem die Flachspflanze wächst) am hundertsten Tag des Jahres in die Erde kommen soll. Das wäre 2019 der 10. April. Es ist aber nur ein ungefähres Datum, da natürlich andere Bedingungen wie Witterung (Temperatur) und Bodenzustand (Feuchtigkeit) berücksichtigt werden müssen.

Daher haben wir uns zur Vorbereitung des Saatbetts bereits den 06.04. ausgeguckt und mit den nötigen Arbeiten begonnen. Glücklicherweise hatte zuvor ein mit den nötigen Großgeräten ausgestattetes Heimatvereinsmitglied bereits den Acker gepflügt und feinkrümelig für uns vorbereitet.

So mussten wir „nur“ noch mit Harken und Rechen die Unebenheiten ausgleichen und erste unerwünschte Beikräuter heraus ziehen.

Menschen mit Geräten zur Flachseinsaat
Projektteam „Flachs 2019“ (Foto: H. Rattenho(l)

Flachsanbau

Anbauprojekt 2019

In diesem Jahr bauen wir wieder neuen Flachs als Faserrohstoff für die Verarbeitung in der nächsten Wintersaison an. Außerdem benötigen wir einen Vorrat für die Darstellung des Verarbeitungsprozesses (u.a. auf dem Spargelmarkt).

Wenn Sie Lust haben, alle Schritte des Anbaus oder auch nur Teile davon hautnah zu erleben, dann sprechen Sie uns an oder schauen in die Terminübersicht. Für uns ist es auch immer wieder spannend zu sehen, wie sich diese uralte Kulturpflanze auf unterschiedlichen Standorten und unter verschiedenen Wuchs- und Wetterbedingungen entwickelt.

Bedanken möchten wir uns schon jetzt bei der Unterstützung durch die Stadt Versmold, denn wir dürfen eine bislang unbebaute Fläche im Besitz der Stadt direkt am Dorfrand nutzen.

Erlebnisgarten

Am 21. März 2015 haben wir mit der Umgestaltung des Erlebnisgartens am „Bockhorster Bach“ angefangen. Diese ruhige Ecke am Rande des Dorfs ist nur wenigen bekannt und befand sich – als ehemaliger „Rosengarten“ und später „Erlebnisgarten“ – in einer Art „Dornröschenschlaf“ (nomen est omen!). Das fiel auch den Dorfentwicklungsplanern 2009 bei unserer gemeinsamen Dorfbegehung auf. Schnell war die Idee geboren, dem kleinen Paradies zu neuer Beachtung zu verhelfen, in dem die hohe Mauer des Bachufers abgetragen und ein Zugang zum Bach geschaffen werden sollte. Die Idee wartete nun auf den Moment, wo genügend finanzielle Mittel und Personal für die notwendigen Eigenleistungen zur Verfügung standen. Und das war in diesem Frühjahr 2015 so weit!

Ein gelungenes Schulfest

Wie immer bei großen Feiern: zuerst hat man viel Steß und wenig Zeit, dann ist ruck-zuck alles vorbei und es war einfach toll! Was hier mit der Lehrerschaft, den Eltern, den Schülern, den Ehemaligen, der Kirchengemeinde und dem Heimatverein zusammen auf die Beine gestellt wurde, kam bei den geschätzt 400 Besuchern super an. Für alle Programmpunkte gab es viel Lob und anerkennende Worte. Am Ende wurde sogar die Frage gestellt: „wann feiern wir das nächste Jubliäum?“…

Wer übrigens an dem Tag Fotos gemacht hat und diese hier veröffentlichen möchte, möge mir das gerne mitteilen.

Klassenfotos

Die Vorbereitungen für das Schulfest nehmen – dank des Engagements von Lehrern, Eltern, Ehemaligen, Kirchengemeinde, Heimatverein (habe ich jemanden vergessen??) – konkrete Gestalt an. Gesucht wird natürlich weiterhin nach kurzen Geschichten, Erinnerungen, Fotos oder Gegenständen aus der Bockhorster Schulzeit…

Klassenfoto

Klassenfoto 1959

Klassenfoto

Klassenfoto Grundschule Bockhorst, Sept. 1988